Eine Woche in Taizé

Vom 15. bis 22. Juli verbrachten zehn Personen, darunter auch Firmbewerberinnen, eine Woche bei den internationalen Jugendtreffen in Taizé. Der Geseker Taizé-Kreis bietet jährlich diese Fahrt an. Früh Morgens ging es mit dem vollbesetzten Bulli (eine Person fuhr mit dem Coesfelder Bus) nach Frankreich. Durch die pünktliche Ankunft war zunächst Zeit zum Kennenlernen. Die “alten” Hasen führten die Gruppe über das Gelände und zeigten alle wichtigen Einrichtungen und statteten auch der neugestalteten Kirche einen Besuch ab. Um 15:30 Uhr wurden alle dann “hektisch”: Einführung und Zelt- bzw. Barrackenbezug standen an. Pech für die Zelter! Obwohl keine entsprechende Vorhersage vorlag, gab es den schon typischen Begrüßungsregen. Es folgte Weltliches: Public Viewing! Schließlich stand das WM-Finale mit Frankreich an. Mit Spannung wurde bei den Reisenden dann das erste Essen und das Abendgebet erwartet. Danach traf man sich wie jeden Abend am Oyak. Am Montag folgten die ersten Bibeleinführungen mit den Kleingruppeneinteilungen. Ups: Gesprächssprache bei den Jugendlichen war englisch. Aber die Woche zeigte: Es geht! Und so verbesserten die Jugendlichen auch noch ihre Englischkenntnisse. Die Erwachsenen hatten es da einfacher. Bei ihnen wurde in den Gesprächsgruppen deutsch gesprochen. So verlief die Woche im täglich gleichen Rhythmus: Morgens zunächst auf freiwilliger Basis ein katholischer Gottesdienst, danach das Morgengebet mit den Brüdern, Frühstück, Bibeleinführung, Gesprächsgruppen bzw. Zeit zur persönlichen Besinnung. Nach dem Mittagsgebet folgte das Mittagsessen und für zwei das große Spülen (es machte wie alle Jobs hier in Taizé ein heiden Spaß). Die Pause bis zur Nachmittagsrunde wurde mit Chorprobe oder Eisessen am Oyak gefüllt. Um 17:15 Uhr gab es den für Taizé typischen Zitronentee mit Kuchen, die einzige Mahlzeit bei der Jugendliche und Erwachsene (älter als 29)  zusammen sind. Diese Zeit nutzte die Geseker Gruppe, um sich wenigstens ein Mal am Tag zu treffen und auszutauschen. Beliebt waren die Workshops mit interessanten Themen oder auch der Film über Frere Roger, dem Gründer von Taizé, der 2005 in der Kirche ermordet wurde. Nach dem Abendessen folgte das Abendgebet (am Donnerstag mit Ansprache von Frere Aloys, am Freitag mit dem Gebet am Kreuz und am Samstag mit der Lichterfeier). Der Abend klang mit kleinen Speisen, kalten und warmen Getränken, Gesprächen, Musik und Spielen rund ums Oyak gemütlich aus. Spätestens um 23:30 Uhr war Feierabend. Die Nightguides baten zum Aufbruch und zur Einhaltung der Nachtruhe. Nach dem Sonntagsgottesdienst ging es dann wieder heimwärts. Fazit der Gruppe: Es war nicht die letzte Fahrt. Alle wollen wieder hin. Wie begeisternd einfaches Leben sein kann.