Aus dem Markusevangelium:
„Jesus schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.
Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei.
Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand,
ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er:
Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.
Auch einige Frauen sahen von Weitem zu.“

Jesus stirbt.

Menschen schauen zu – von Ferne.

Der Vorhang im Tempel zerreißt.

Ein Mensch – der Hauptmann der Soldaten unter dem Kreuz
– versteht auf einmal, wer dieser Jesus in Wirklichkeit war:
Gottes Sohn.

Wie ist es bei Dir?
Vielleicht so: Du siehst Bilder von dem gekreuzigten Jesus.
Du hörst die Geschichte von seinem Tod.
Du versuchst zu verstehen, was das Ganze soll.
Aber es ist so unklar und weit weg.
Bleibt alles in weiter Ferne, so wie auf diesem Bild?
Kaum etwas ist zu erkennen.
Du verstehst nicht, was da abgeht.
Und in Deinem Leben spielt dieser Jesus nur eine ganz kleine Rolle.
Denkst Du vielleicht sogar:
Dieser Jesus, der soll mir bloß nicht zu nahe kommen?

Aber es gibt auch das ganz andere:
Auf einmal ist es so, als ob ein Vorhang zerreißt.
Du kannst mehr sehen.
Ein Licht geht Dir auf.
Und Jesus, der Gekreuzigte, kommt Dir näher.
Er wird wichtig für Dich und für Dein Leben.

Der Vorhang im Tempel zerreißt.
Gott lässt sich blicken.
Dort am Kreuz:
Jesus – der Sohn Gottes.
Jesus – der für Dich gestorben ist.
Jesus – der bei Dir ist.
Auch dort, wo es dunkel ist.
Wo Du Angst hast.
Wo Du am Ende bist.

Gebet:
Gott,
in Jesus Christus
hast Du uns Deine Liebe gezeigt.
Hilf uns, dass wir Dich erkennen –
dort am Kreuz und in unserem Leben.
Amen.

Stichworte
• Jesus hat Todesangst. Er stirbt.
• Der Vorhang verhüllt nicht mehr das Allerheiligste, sondern macht es sichtbar.
• Gott war Mensch, und Gott bleibt bei Dir, Mensch. ER lässt sich blicken.
Tiefenschärfe
• Wer ist Jesus Christus für Dich, in Deinem Leben? Wer ist Gott für Dich, in Deinem Leben?
• Jener Mensch Gott: Ich bin bei Euch, auch in der Nacht bis zum Tag.