Aus dem Johannesevangelium:
„Pilatus sagte zu den Juden: Da ist euer König!
Sie aber schrien: Weg mit ihm, kreuzige ihn!
Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde.
Sie übernahmen Jesus.
Er trug sein Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelhöhe,
die auf Hebräisch Golgota heißt.“

Ein Mensch, der sein Kreuz schleppt, kommt auf mich zu.
Sein Schatten erreicht mich schon.
Und dann sehe ich darüber hinweg die Masse Menschen,
die wie eine Staubwolke die enge Gasse heraufdrückt.

Ein Schatten fällt über mich.
Mitten in mein Leben.
Vielleicht komme ich noch drum herum,
wenn ich mich an die Wand drücke
und es vorbeigehen lasse.
Aber dann erkenne ich:
Ich kann nicht ausweichen.
Es gibt Kreuzwege in meinem Leben.
Ich kann meinem Leben nicht ausweichen.
Ich kann auch dem nicht ausweichen, der das Kreuz trägt.

Gott, gib mir Kraft für die dunklen Stunden in
meinem Leben.
Geh mit mir auf meinen schweren Wegen
und lass mich verstehen, was der Kreuzweg
Jesu für mich bedeutet.
Amen.

Stichworte
• Leid, das mein Leben durchkreuzt.
• Gott, der mit mir mein Kreuz trägt.
• Jesus, dessen Tod am Kreuz mich fragt: Wer bin ich für Dich?
Tiefenschärfe
• Mit wem in meinem Leben gehe ich in seinem/ihrem Leid?
• Mit welchem Namen spreche ich Gott an, wenn ich mich ihm anvertraue?